Beschreibung
Der Autor vertritt in diesem Buch die These, dass die Figur der guten Unendlichkeit der Frühromantik zuzuordnen ist, also Novalis und vor allem Friedrich Schlegel. Diese Sichtweise ist innerhalb der Forschungsliteratur völlig neu, da das ,gute Unendliche' bisher nur mit Georg Wilhelm Friedrich Hegel in Verbindung gebracht wurde. Diese neue Art der Deutung eröffnet einen völlig anderen Blick auf die Romantik: Anstelle von Nostalgie, unendlicher und unerfüllter Annäherung steht nun das Harmonische und Versöhnliche im Mittelpunkt. Das hat weitreichende Konsequenzen für die Ästhetik, die Theologie und das Kunstverständnis, das wir gemeinhin mit der Romantik assoziieren. Hier wird die Romantik nämlich als Versöhnung des Endlichen mit dem Unendlichen (,gute Unendlichkeit') und nicht als Gegensatz dieser beiden (,schlechte Unendlichkeit') verstanden. - Mit einem Geleitwort von Bazon Brock und einem Nachwort von Manfred Frank.
Autorenportrait
Jacob Burda ist Lecturer am UCLA (University of California, Los Angeles) Department for German languages